anders

15 10 2008

Mit 20 stündiger Verspätung sind wir in Nepal angekommen. Und es ist anders als ich es mit vorgestellt habe. Nepal ist das drittärmste Land der Erde. Und es ist schockierend wie manche Menschen hier leben müssen. Andererseits sind die Leute hier sehr freundlich und offen. Zumindest die, mit denen ich bisher zu tun hatte.

Unsere Schulung ist auch anders. Bevor wir starten konnten, waren einige Probleme zu umschiffen. Statt der erwarteten 20 Leute sind 35 gekommen. Glücklicherweise haben wir jetzt etwa 15 Rechner. Auf denen läuft, außer den von uns mitgebrachten, nur raubkopierte Software. Und jeder Rechner ist mit mindestens 3 Viren, Würmer, Trojanern und ähnlichem Ungeziefer infizert. Unser Spitzenreiter hatte 270 davon. Einer unserer Schwerpunkte liegt deshalb auf Computersicherheit. Es ist beängstigend, wie wenig die Leute darüber wissen.

In Deutchland passiert es relativ selten, dass mal der Strom ausfällt. Hier gibt es richtige Pläne dafür. Jeden Tag werden reihum alle Destrike für eine paar Stunden vom Netz genommen. Und statt den versprochenen 220V liegen so um die 130V an. Ein Wunder, dass hier überhaupt was läuft. Es gibt hier mindestens 5 verschiedene Stromstecker. Es kostet teilweise echt Nerven, einen Stecker so in Dose zu stecken, dass auch ein Kontakt entsteht. Von Erdung scheint in Nepal auch noch keiner was gehört zu haben. Selbst Geräte mit hoher Leistung, wie Toaster, Wasserkocher,… werden ohne Erdung betrieben. Bei einem Computer stand das Gehäuse unter Strom.

Anders ist auch das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Taxis. Ein viel genutztes Fahrzeug ist ein sogenannter MicroVan von der Größe eines VW T5. Darin gibt es etwa 11 Sitzplätze. Zumindest für nicht allzu langgeratene Europäer. Hier in Nepal passen aber 30 Leute rein. Das ist kein Scheiß! Ich hab das selbst schon 2 mal erlebt. Das gleiche gilt für Taxis. Aus Autos von der Größe eines Fiat Punto schälen sich oft so 7-8 Leute. 6 haben wir auch schon geschafft. Entweder sitzen vorn zwei auf dem Beifahrersitz oder einer legt sich hinten quer. Interessieren tut das hier niemanden.

Nächste Woche brechen wir zum Trekking nach Langtang auf. Ich bin schon sehr gespannt. Das wars erstmal von mir.





Don’t panick! Ein kurzes Lebenszeichen

9 10 2008

Alle, die befürchtet haben, dass wir in dem abgestürzten Flugzeug saßen, können sich entspannen. Uns hat es nicht getroffen. Wir sind vor zwei Stunden sicher hier in Kathmandu gelandet. Mehr News gibt es später.





Vorbereitungen für Nepaleinsatz

25 09 2008

In 11 Tagen werde ich zu einem Einsatz mit Jugend mit einer Mission Herrnhut Richtung Nepal aufbrechen. Wir werden dort einen Computerlehrgang veranstalten. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren.

Heute hatte ich ein sehr schönes Erlebnis. Wir wollen für alle Kursteilnehmer einen USB-Stick mit Software mitnehmen. Also habe ich mich heute zu Play It aufgemacht, denn dort gibt es zur Zeit 2GB NoName-Sticks für 3,99€. Wir brauchen 20 Stück. Der Verkäufer dann zu mir, sie würden die Sticks nur in „haushaltsüblichen Mengen“ verkaufen. In dem Moment kam der Chef vorbei und meinte warum er mir nicht die „anderen“ anbieten würde. Die anderen heißen Cruzer und sind von SanDisk. SanDisk ist eine der renommiertesten Firmen im Flashspeichermarkt. So haben wir jetzt Markensticks für 3,99€ bekommen. Gott ist gut!